ADELSRIED EINTAUSEND Siegel aus Speckstein (09.11.2018)







„Es hat sehr viel Spaß gemacht“, so lautete die Resonanz der Kinder. Gemeinsam mit der Projektschmiede Augsburg haben kleine Künstler Handwerkskunst von anno dazumal kennengelernt. Gerd Sommerer und seine Schwägerin Sabine Sommerer aus Lechhausen haben den Werkraum der Grundschule in ein Atelier verwandelt, wo sich die rund 20 teilnehmenden Kinder so richtig kreativ austoben konnten. Organisiert wurde dieses Ferienprogramm von Team „ADELSRIED EINTAUSEND“.

Mittlerweile klebt der Staub der bearbeiteten Specksteine an den Gesichtern der kleinen Künstler. Ein bisschen Kraft ist schon erforderlich, wenn der Stein bearbeitet wird, obwohl er aus weichem Material ist.
Mit verschiedenen Raspeln, dünnen Feilen und einem feinen Schmirgelpapier geht es ans Werk. Gemeinsam mit Gerd und Sabine Sommerer wird geschnitzt, geschliffen und poliert. Die Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren sind mit Begeisterung dabei. Isabella und Elias sind mit dem Schleifen schon fast fertig. Isabella hat einen Stern und den Anfangsbuchstaben ihres Namens in den Stein geritzt. „Jetzt kommt noch Lack drauf, damit der Stein auch schön glänzt“, erklärt sie. Stolz ist sie auf ihr Werk. Und stolz ist auch Marko, der von sich behauptet: „Ich würde sagen, ich bin ein talentierter Specksteinschnitzer“, sagt er über sich und lacht.
Konzentriert am Werk ist Lukas. Er hat sich für eine Schnecke entschieden. „Hier ist noch mein Anfangsbuchstabe ....

mein Anfangsbuchstabe drauf und ein „B“ für FC Bayern, erzählt der Bub und zeigt seinen Stein den anderen. Beeindruckend ist auch der Stein von Lara. Das „M“ schaut nicht nur reliefartig aus, sondern auch schon richtig professionell. „Eigentlich wollte ich eine Schnecke machen, aber jetzt ist’s ein Stern geworden“, verrät der kleine Daniel. Macht nichts: Dem kreativen Spielraum sind keine Grenzen gesetzt.

Und natürlich darf ein Lederbeutel ganz im Stil des Mittelalters nicht fehlen. Denn das Siegel soll schließlich sicher aufbewahrt werden. Zunächst muss ein tellergroßer runder Kreis aus dem Leder geschnitten werden. Danach werden Löcher in das Leder gestanzt. Nicht alle kleinen Kinderhände bringen dafür die nötige Kraft auf. Mit Hilfe der Erwachsenen, unter anderem auch Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann, haben es schließlich alle Kinder geschafft. Ein Bub hat sich besonders angestrengt, um diese Löcher in das Leder zu stanzen. „Als Junge muss man das einfach können.“ Da kommt der Ehrgeiz zum Ausdruck. Jetzt wird noch ein Faden durchgezogen, zwei Perlen an die Enden befestigt und schon ist der Lederbeutel für das Siegel fertig.
Im nächsten Jahr, wenn Adelsried seine 1000 Jahre feiert, werden Siegel und Beutel zum Einsatz kommen. Vielleicht werden Urkunden verliehen, die die Kinder mit ihrem Siegel versehen können.

Die Bürgermeisterin ist glücklich, dass so viele Kinder am Werkeln teilgenommen haben. Die Ferienprogramme in der Gemeinde werden sehr gut angenommen, auch wenn sich ein Kind bereits über so viele Termine beschwert hat, sagt sie lachend. „Ich muss jetzt auch mal Ferien haben“, hatte ihr ein Bub erklärt.

Text:  Michaela Krämer 
Foos: Corinne Harke

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