|
|
Weldenbahn(Pressemeldung der Augsburger Postzeitung v. 05.12.1903) „Am Bahnhof Oberhausen pustete die mit Girlanden und Fähnchen geschmückte Lokomotive. Der ebenfalls mit Kränzen gezierte Festzug nahm die Festgesellschaft auf. Dann ging`s hinaus in die Winterlandschaft! Überall Schnee! Die Dörfchen nehmen sich ganz malerisch in dem weißen Gewande aus, die dunkeln Tannenwaldungen heben sich in umso schärferem Kontrast vom dem weißen Leichentuch das die Gegend einhüllt ab. Über den mit Schnee bedeckten Feldern fliegen krächzend einige hungrige Raben. Sonst ist alles ruhig. Umso schärfer dringt das Rasseln des Zuges und das Bim-Bam der Zugglocke in die Winterlandschaft hinaus.“ II. Weltkrieg Not – Leid – FlüchtlingeDer Angriff auf den Bahnhof in Aystetten:4 Bomben auf Zug mit 10 Personenwaggons auf Position Y-201848 mit 3 Nahtreffern und 1 Direkttreffer geworfen. Direkttreffer auf Waggons. Anschließend Tiefangriff mit Bordwaffen. 3 Waggons zerstört durch Bombentreffer, Lokomotive zerstört und 7 Waggons beschädigt durch Beschuss. Schienen einmal unterbrochen. 40 Menschen mussten ihr Leben lassen. Bahnstrecke und Züge wurden stillgelegt, weil entweder der Zug zerstört oder die Schienen nicht mehr vorhanden waren. Trotzdem hatte das Welden-Bähnle oftmals Glück. Bei Alarm fuhr es nicht ganz in die Stadt hinein, sondern blieb vor der Stadt stehen um dem Schlimmsten aus dem Weg zu gehen. Als die Flüchtlinge aus dem Osten kamen waren diese besonders auf die Bahn angewiesen. Sie mussten ihr Existenz von neuem beginne und suchten sich Arbeit in der Stadt. In Ottmarshausen stiegen sie aus und gingen in ihre Gartenkolonie hinüber. Oft hausten sie nur in einem Gartenhaus.
Der Bau der Weldenbahn bedeutete für die Orte an der Strecke einen enormen Fortschritt. Durch die gute Verbindung nach Augsburg siedelten sich immer mehr Menschen an. Landwirtschaft, Gewerbe und Wirtschaft profitierten von den neuen Transportkapazitäten. |
|