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Arbeitsschutzorganisation in Betrieben; Durchführung von Prüfungen
Beschreibung

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) an die Organisation seines betrieblichen Arbeitsschutzes zu berücksichtigen. Kernelemente sind:

  1. Verantwortung und Aufgabenübertragung
  2. Kontrolle der Arbeitsschutzaufgaben und –pflichten
  3. Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung, Arbeitsschutzausschuss
  4. Qualifikation für den Arbeitsschutz
  5. Organisation und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung
  6. Unterweisung der Beschäftigten

Daneben muss die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes weitere Elemente enthalten, wie die arbeitsmedizinische Vorsorge, die Erste-Hilfe oder Fremdfirmen und Lieferanten, Zeitarbeitnehmer und befristet Beschäftigte.

Das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz - ASiG) ist Inhalt des o. g. Elementes Nr. 3. Gemäß ASiG hat der Arbeitgeber Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen. Diese sollen ihn beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung unterstützen.

Damit soll erreicht werden, dass

  1. die dem Arbeitsschutz und der Unfallverhütung dienenden Vorschriften den besonderen Betriebsverhältnissen entsprechend angewandt werden,
  2. gesicherte arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Erkenntnisse zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung verwirklicht werden können,
  3. die dem Arbeitsschutz und der Unfallverhütung dienenden Maßnahmen einen möglichst hohen Wirkungsgrad erreichen.

Bei Betriebsbesichtigungen prüft die Gewerbeaufsicht, ob die nach den Maßgaben des ASiG zu bestellenden Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte vom Arbeitgeber ordnungsgemäß bestellt wurden. Weiterhin wird geprüft, ob die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte ihren Verpflichtungen nach dem ASiG nachkommen und ob sie ihre von den Unfallversicherungsträgern festgelegten Einsatzzeiten im Betrieb erbringen. Werden Mängel bei der Umsetzung der aus dem ASiG resultierenden Anforderungen festgestellt, trifft die Gewerbeaufsicht im Einvernehmen mit den Unfallversicherungsträgern die zur Behebung der Mängel erforderlichen Maßnahmen.

Die Vorgabe des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG), dass der Arbeitgeber durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen zu ermitteln hat, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind, ist Inhalt des o. g. Elementes Nr. 5 und ein weiterer Schwerpunkt von Betriebsprüfungen der Gewerbeaufsicht. Dabei wird u. a. überprüft, ob die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung angemessen war und der Arbeitgeber über die je nach Art der Tätigkeiten und der Zahl der Beschäftigten erforderlichen Unterlagen verfügt, aus denen das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von ihm festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis der Überprüfung ersichtlich sind. Die Gewerbeaufsicht prüft auch hier die Einhaltung der Regelungen, berät die Unternehmen und trifft die zur Behebung von Mängeln erforderlichen Maßnahmen.

Zuständiges Amt
Regierung von Schwaben
Hausanschrift
Fronhof 10
86152 Augsburg
Postanschrift
86145 Augsburg
Fon:
+49 821 327-01
Fax:
+49 821 327-2289
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